Enter the Phoenix: Those we love are those we hurt

Indie-Nu-Metal-Emo....? Ach, nennen wir es Rock!

Eine Rezension von Max

Geschrieben am 13.03.2008

Rating:

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  • 5
 
Enter the Phoenix sind eine 5köpfige Formation aus dem Saarland. In dieser kleinen Musikergemeinde haben sie sich auch durchaus einen Namen gemacht, und da ich selbst Saarländer bin und in jener Musikergemeinde meine ersten Bands gründete sind mir Enter the Phoenix bekannt.
In klassischer Besetzung mit Schlagzeug, Bass, zwei Gitarristen und Sänger stehen sie seit 2002 auf der Bühne. Bild
Nach bereits 3 EPs haben sie sich jetzt an die Produktion richtigen Longplayers gewagt, der mir aufgrund investigativer Arbeit bereits vorliegt obwohl er noch nicht erschienen ist.
Schon die ersten Töne, die zu den Ohren dringen, machen richtig Laune. Das ist schöner, modern klingender Hard-Rock. Danach kommen die zweiten und dritten Töne und spätestens nach dem zweiten Song ist man als Musikkritiker aufgeschmissen, wenn man Enter the Phoenix in eine der klassischen Schubladen einsortieren möchte. Der Grund ist, dass Enter the Phoenix sich weigern zu entscheiden und letztlich Inspirationen aus vielen Genres erkennen lassen. Zwei Gitarristen die mit ordentlichem Zerrpfund hardrockig zu Werke gehen, ein Sänger der als kleiner Bruder von Myles Kennedy (Alter Bridge) durchgehen könnte und schöne, eingängige Melodien über die Gitarrenriffs legt, die vom Schlagzeug modern und rhythmisch angetrieben werden...und nach all den vielen schönen Melodien kommt dann mal "eben so" und wohlgefällig eingebaut ein schweinemäßiger Metal-Teil, der auch Hatebreed gut zu Gesicht stünde.
Die beiden tief runtergestimmten Gitarren teilen sich die Arbeit schön auf. Wenn es bratzeln soll wird unisono ein fetter Sound gemeinsam gespielt, ansonsten spielt mal einer die Akkorde, der andere eine Melodei, einer eher rhythmisch und der andere fließend, mal einer tief und der andere hoch oder der eine spielt vor und der andere imitiert. Hier wird wirklich aus der Möglichkeit zwei Gitarren zu haben fast alles rausgeholt was geht.
Holla, gerade schreit der Sänger auch noch? Tja, das scheint er auch zu können. Zum Glück bleibt das Akzentmäßig und dadurch wirkungsvoll. Diese Sänger die in der Strophe immer grunzen und im Refrain trällern finde ich meist nach wenigen Songs nicht mehr wirklich prickelnd.
So, wer ist noch unerwähnt? Der Bassist. Und das ist auch gut so. Denn als guter Bassist stellt er sich komplett in den Dienst der Band und macht jeden Stilwandel sicher und souverän mit. So sehr, dass man ihn fast nicht wahrnimmt. Für einen Bassisten eigentlich ein großes Lob.

Leider kann ich aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Vorabversion handelt keine wirklichen Angaben zu den Songs machen - zum großen Teil kenne ich noch nicht einmal die Titel. Aber eines ist klar: Mit diesem Longplayer geben Enter the Phoenix richtig Gas und haben eine Reihe von Titeln geschaffen, die sich aus allen Unterschubladen der Schublade "Rock" bedienen und damit viele Geschmäcker treffen müssten.

Wer jetzt Lust bekommen hat, dem empfehle ich folgende Links:

www.myspace.com/enterthephoenix

www.enterthephoenix.com

Da kann man auch mal reinhören.
Und hier noch zwei Videos auf Youtube:



und

Viel Spaß mit Enter the Phoenix! Ich habe ihn bereits. Wie man vermutlich bei der Lektüre des Reviews erkennen konnte.

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