I Am Legend
God didn't do this, we did.
Eine Rezension von Christoph
Geschrieben am 10.01.2008
Rating:
Sein einziger Begleiter ist dabei sein Hund Sam, der ihm gegen die fiesen Mutanten zur Seite steht. Diese ziehen im Schutz der Dunkelheit durch die Stadt auf der Suche nach Beute, gerne auch Menschen. Sonnenlicht vertragen die haarlosen Zeitgenossen nicht. Obwohl die kannibalistischen Gelüste der Mutanten an Zombies erinnern, gibt es doch einige Unterschiede zwischen ihnen und dem 0815-Zombie. So sind die Mutanten keine Untoten und können durch Schüsse
Doch Neville zieht nicht planlos durch die Stadt und wartet darauf, dass es irgendwann vorbei ist. Er hat ein Ziel. Da er immun ist, versucht er in seinem Labor aus seinem Blut ein Gegenmittel zu gewinnen. Sein Haus gleicht einer Festung und er verlässt es nur tagsüber, weswegen die Mutanten kein allzu großes Problem darstellen. Viel mehr als auf Panik,
Wie fragil diese einsame Psyche sein kann, zeigt sich im Laufe des Films auf eindrucksvolle Weise. Einmal mehr stellt sich Will Smith dabei als grandioser Schauspieler heraus.
Mein Fazit: Ganz großes Kino und einer der besten Filme seit Langem, den man unbedingt gesehen haben sollte.
2 Kommentare
Danke für deine Rezension!
Ich habe den Film heute gesehen und fand ihn prinzipiell auch gut. New York als verlassene Stadt, in der wieder die Wildniss Einzug hält, war echt faszinierend anzusehen. Auch Will Smith' schauspielerische Leistung fand ich überzeugend.
Allerdings haben mich einige gravierende Logikfehler schon gestört. Normalerweise bin ich nicht derjenige, der beim ersten Gucken schon mit dem Rotstift am Bildschirm sitzt, aber "I am Legend" hatte einfach ein paar Klöpse zu viel drin (Ich sage nur: Von innen öffnende Geheimtür nach draussen in der Zombie-Containment-Zelle?! WTF?!).
Auch kam es mir so vor, dass der Film eigentlich um einiges länger hätte sein sollen. Vieles wurde angeschnitten und wenig zuende gebracht. Grade die Szenen mit Anna & ihrem Sohn Ethan wirken extrem beschnitten. Hier wollte man vermutlich dem Kinobesucher Kürze statt Würze bieten.
Es gibt übrigens ein alternatives Ende für diesen Film, das mir persönlich wesentlich sinnvoller erscheint und dem ganzen Film ein runderes Ende verpasst & sich diese stark veramerikanisierte Version mit Rettung & Heldentum etc. einfach mal spart!
Dort taucht der Mutanten-Mann, den wir schon den ganzen Film über beobachten konnten, als Anführer im Keller auf & will seine Frau, die Robert Neville (Will Smith) als Versuchskaninchen gefangen gehalten hatte, zurück. Neville liefert sich seinem Schicksal aus und gibt dem Anführer seine Frau zurück. Er muss sie zuvor jedoch wieder infizieren, damit sie wieder so ist, wie sie zuvor war.
Neville wird damit klar, dass es nichts zum Retten gibt: Die Mutanten sind nicht einfach hirnlose Zombies, sondern haben eine eigene "Kultur". Die Menschen, wie Neville sie kannte, sind nun vom Aussterben bedroht. Am Ende des alternativen Endes fahren Neville, Anna und Ethan aus der Stadt hinaus & Anna broadcasted eine identische Kontaktsuche-Nachricht, wie Neville sie in New York per CB-Funk regelmäßig sendete. Sie sind nun auf der Suche nach anderen Menschen des alten Typs.
Mutanten und Menschen müssen nun wohl eine Koexistenz eingehen, bis die alte Sorte Mensch ausgestorben ist. Mit diesem Ende macht der Titel des Films nun auch endlich viel mehr Sinn!
Vermutlich war der Testgruppe das Ende nicht pathetisch genug und daher hat man noch schnell ein heroischeres Ende mitsamt absurder Fluchttür + Heldentod gedreht, um das Popcorn-Kino zu befriedigen. Das alternative Ende macht allerdings viel mehr Sinn und ist auch realistischer!





